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  • Julia Lindt

Alles was du zur Hochzeitstorte wissen musst


Ich erlebe eigentlich keine Hochzeit, auf der es keine Hochzeitstorte mehr gibt. Im Gegenteil: Die Kreationen und Designs werden immer ausgefallener und kein Brautpaar lässt sich den Anschnitt der Torte als Highlight entgehen. Deshalb möchte ich euch in diesem Blogbeitrag alles wichtigen Informationen rund um eure Hochzeitstorte geben!


Wann schneidet man die Hochzeitstorte am besten an?


Traditionell wird die Torte um Mitternacht angeschnitten. Als Highlight könnt ihr sie mit Wunderkerzen feierlich anschneiden. Im Dunkeln ist das natürlich ein toller Effekt. Es ist aber auch gleichzeitig ein großer Nachteil, denn gute Fotos entstehen bei dem Licht nicht wirklich. Wenn ihr nachts weitere Programmpunkte wie Strumpfbandwurf, Brautstraußwurf oder ähnliches geplant habt, dann empfehle ich euch den Tortenanschnitt tagsüber zu machen. So wird die Feier nicht immer wieder unterbrochen.


Ihr könnt sie auch zum Kaffee und Kuchen oder Sektempfang servieren. Die ersten Gäste haben nach der Trauung schon ein wenig Hunger. So könnt ihr euch kleine Häppchen sparen.


Außerdem könntet ihr das Desserbuffet separat eröffnen mit der Hochzeitstorte. Ihr seht schon, wenn es in euren Tagesablauf gut rein passt, sind dem Zeitpunkt wenig Grenzen gesetzt.

Sobald ihr die Hochzeitstorte zu einem Zeitpunkt serviert, an dem die Gäste vielleicht schon ein wenig satt sind oder noch anderen Kuchen oder Dessert zur Auswahl habt, kann eure Torte auch kleiner ausfallen, sodass ihr hier ein wenig sparen könnt.



Wie viel Stücke sollten wir einplanen?


Das orientiert sich ein bisschen an der ersten Frage: Wann serviert ihr die Torte?

Gibt es noch weiteren Kuchen oder Dessert? Wenn nicht, solltet ihr pro Gast auf jeden Fall mindestens ein Stück einplanen, Tendenziell sogar etwas mehr. Wenn doch, dann kann sie auch kleiner sein.


Wir wollen kein Kuchen von der Location nehmen, sondern einen separaten Konditor!


Das ist nichts Ungewöhliches. Natürlich könnt ihr eure Torte separat bestellen und anliefern lassen. Es könnte allerdings passieren, dass ihr Tellergeld dafür zahlen müsst, da der Location Umsatz entgeht. Fragt nach wie hoch dieses ist.


Geschmack vor Optik!


Das ist ein persönliches Empfinden. Ich würde immer den Geschmack vorziehen, denn die Hochzeitstorte im Ganzen seht ihr nur sehr kurz. Deshalb finde ich muss sie auf jeden Fall schmecken. Davon habt ihr länger etwas.


Wie lange im Voraus muss ich eine Hochzeitstorte bestellen?


Die Hochzeitstorte ist eines der wenigen Gewerke, die mehrere am Tag herstellen können.

Der Konditor, kann anders als der DJ seine Leistung für mehrere Hochzeiten an einem Tag anbieten. Daher ist die Torte nicht der erste Dienstleister, um den ihr euch kümmern müsst. Dennoch solltet ihr euch für gute Konditoren nicht so viel Zeit lassen, denn auch diese können nicht unendlich viele Torten machen und sind schnell voll mit Bestellungen an beliebten Daten. Also es kommt auch ein bisschen darauf an ob ihr in der Saison und an einem Wochenende heiratet.

Sobald ihr alle anderen Dienstleister habt, kümmert euch um die Torte. Meine Empfehlung 6-4 Monate vorher.


Was kostet eine Hochzeitstorte?

Für eine Hochzeitstorte, die gut schmeckt und schön aussieht zahlt ihr ca. 5,00 - 10,00 € pro Stück. Natürlich gibt es das auch günstiger.


Warum ist eine Torte so teuer?


Eine Hochzeitstorte scheint euch auf den ersten Blick sehr teuer?

Ihr seht natürlich nur das Ergebnis, aber zu einer Torte gehört:

  • Erstgespräch (was möchtet ihr wie haben)

  • Probeessen

  • backen über mehrere Tage

  • Dekorieren

  • aufbewahren

  • transportieren

  • Zutaten

Ihr dürft bei einer Hochzeitstorte nicht nur das Endergebnis sehen, sondern die Stunden, die an Arbeit drin stecken. Damit es schmeckt werden nicht die Bulligzutaten verwendet.

Letztendlich kann ich euch sagen, dass ein Konditor an einer Hochzeitstorte nicht all zu viel Geld verdient.


Welche Geschmacksrichtungen sollten wir wählen?


Da kann ich euch nur eine Verkostung empfehlen. Da könnt ihr ein paar Sorten probieren. Ich mag es immer gerne bunt gemixt, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist, aber am Ende ist die Hauptsache, dass sie euch schmeckt.


Welche Bräuche sollten wir kennen?


Um die Hochzeitstorte gibt es eine Vielzahl von Bräuchen und Traditionen.


  • das erste Stockwerk wird eingefroren und am ersten Hochzeitstag gegessen

  • Wer beim Anschneiden die Hand oben hat, hat auch in der Ehe das sagen

  • Bei einer fünfstöckigen Torte symbolisieren die fünf Etagen: Geburt, Kommunion bzw. Konfirmation, Heirat, Kinderreichtum und Tod

  • Das Brautpaar küsst sich über der Hochzeitstorte, ohne Sie zu berühren oder umzustoßen. Dann ist reicher Kindersegen garantiert

  • Es gibt die sogenannte Orakelbohnen. Diese werden in die Torte eingebacken. Der Gast, der die gebrannte Bohne in seinem Kuchenstück findet, kann auf eine schnelle Verlobung hoffen. Derjenige, der auf eine ungebrannte Bohne stößt, wird leider ledig bleiben


Welche Bräuche ihr davon umsetzt ist aber ganz euch überlassen.


Wie soll die Torte aussehen?


Bevor ihr zu eurem Konditor geht, solltet ihr euch ein paar Inspirationen aus dem Internet gesucht haben, um eure Vorstellungen zu zeigen. So hat der Konditor eine Idee was euch gefällt und kann das Angebot je nach Aufwand anpassen. Lasst euch dazu auch beraten. Ich finde es schön, wenn die Optik an die Hochzeitsfarben oder das Motto angepasst ist.




Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei der Auswahl eurer Torte und Guten Appetit!

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